Der Schützenhof in Soest in Westfalen

Helmut Delker


Meine Auswahl von Ansichtskarten vom Schützenhof, gelegen zwischen dem Westenhellweg und dem Deiringser Weg westlich des Wisbyringes, sollen Betrachterinnen und Betrachter in eine Zeit zurückversetzen, in denen das Schützenhof-Gelände noch ein Freizeitpark war und ein Anziehungspunkt für Ausflüge und Familienfeiern. Denn es gab dort große und kleine Festsäle.
So wird berichtet, dass dort Hochzeiten stattfanden, und auch Schülerinnen und Schüler der Tanzschule Motta Neyling dort Tanzkurse abhielten.
Die gesamte Anlage war in Besitz des Bürger-Schützen-Vereins, sie war als Ausflugsziel bei allen Bürgerinnen und Bürgern sehr beliebt.
So war vor dem 1. Weltkrieg im Sommer das Rudern und im Winter das Schlittschuhlaufen auf dem Teich des Schützenhofes ein beliebtes Freizeitvergnügen.


Der Inhaber des Wirtschaftsbetriebes, Carl Viering, war seiner Zeit davon überzeugt, dass sein „Restaurationsbetrieb I. Ranges inmitten einer herrlichen 64000 qm großen Parkanlage liegt und über die schönsten Schießstände Westfalens und Tennisplätze verfügt.“
Der große Schützenhofsaal war neben dem Adlersaal in der Brüderstraße der größte Saal in Soest. Er wurde bereits im ersten Kriegsmonat des 1. Weltkriegs, im August 1914, als Notlazarett eingerichtet.
Später wurde das Gelände durch die Baufirma Milke genutzt, heute stehen dort Wohnhäuser, und es haben sich Groß- und Einzelhandelsgeschäfte angesiedelt.


Als Erinnerung an vergangene Zeiten von nunmehr über hundert Jahren sind im Wohngebiet auf dem ehemaligen Schützenhofgelände historische Straßennamen vergeben worden.
Beispielhaft seien der „Pankgrafenweg“ – Schießstand,“ Auf dem Schützenhof“ und „Bürgerschützenweg“ genannt.


Quellenangabe:
Gerhard Köhn (Hrsg.): Soest in alten Bildern, Band 2: Die Soester im Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Soest, Westfälische Verlagsbuchhandlung Mocker u. Jahn, 1986

Kurzansage der Vorsitzenden

Liebe Briefmarkenfreundinnen und Briefmarkenfreude, sehr geehrte Damen und Herren,

das Kapitel der Soester Briefmarkenfreunde in der Colonel-BEM-Adam-Kaserne ist mit dem 30. Juni 2018 beendet.

Seit 2008 hatten wir 10 Jahre lang unser Vereinsdomizil, den Clubraum, im denkmalgeschützten Block 3, auch unser Material wie Literatur, Sammlungen, Kataloge, Rahmen und Gestelle, usw.) zur Durchführung von Versammlungen, Tagungen und Feste waren in dieser Zeit dort in einem Lagerraum untergebracht.

Damit ist es jetzt vorbei: in den letzten Wochen haben wir uns von vielen Materialien verabschiedet, etliches aussortiert und schließlich den verbliebenen Rest trocken und sicher durch die Umzugsfirma in einem neu hergerichteten Lagerraum transportiert und dort untergebracht.

Was wir nach dem Umzug leider nicht mehr haben, ist ein eigener Versammlungsraum, auf den wir jederzeit zugreifen könnten.

Unsere Vereinsversammlungen finden jetzt im kleinen Tagungsraum im Siegmund-Schultze-Haus, Siegmund-Schultze-Weg 102 statt, den wir zweimal im Monat dienstags von 18.30-20.00 Uhr angemietet haben. Was wir dort allerdings im Gegensatz zur Kaserne haben, sind funktionierende Toiletten, ein geheizter Raum und Atemluft ohne Geruchsbelästigung.

Ich würde mich freuen, Sie beim nächsten Vereinsabend im Siegmund-Schultze-Haus begrüßen zu dürfen.

Außerdem möchte ich Sie auf das Sonderpostamt am 18. August im Bunker am Lütgen Grandweg im Rahmen der SOESTArt aufmerksam machen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Sonderpostamt bei KUNST IM BUNKER 2018.

Den aktuellen Terminplan bis Jahresende finden Sie auf dieser Web-Side unter dem Stichwort „Terminplan“.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer, einen erholsamen Urlaub und freue mich über Ihre Teilnahme am Vereinsleben der Soester Briefmarkenfreunde.

Brigitte Mühlhaus

Vorsitzende der Soester Briefmarkenfreunde

Sonderpostamt bei KUNST IM BUNKER 2018

Im Zusammenhang mit SOESTArt findet zum dritten Mal eine gemeinschaftliche Ausstellung von 53 Künstlerinnen und Künstlern im Bunker am Lütgen Grandweg statt, die vom 15. Juli bis 26. August besucht werden kann. Ziel ist es, an diesem so geschichtsträchtigen Ort eine Ausstellung zu präsentieren, die in experimenteller Weise auf die besondere Atmosphäre und Geschichte des Bunkers eingeht.

Für diese Ausstellung hat Vereinsmitglied Dr. Benno Dalhoff – der auch zu den Ausstellenden zählt – eine individuelle Briefmarke, einen Schmuckbrief-umschlag und einen Sonderstempel entworfen. Die Gestaltung von Umschlag und Sonderstempel hat wieder einmal Martin Ellerkmann nach den Entwürfen von Benno Dalhoff übernommen und die Gestaltung der Briefmarke der Philatelist Wilfried Lerchstein aus Netphen.

Briefmarke individuell

Sonderstempel

Am 15. August richtet die Post im Bunker ein Sonderpostamt ein. Dort kann dann in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr bei Benno Dalhoff der Sonder-Briefumschlag und die Briefmarke individuell erworben und mit dem Sonderstempel bedruckt werden.

  Schmuckumschlag